DIE REALISIERTE GEGENTHESE

zum Kunst-Museum wie wir es kennen

Entstanden ist hiermit eine neue, notwendige Museums-Typologie, die nicht am maximalen Schutzziel für den etablierten Kunstbetrieb ausgerichtet ist, sondern am minimal nötigen Raumabschluß für eine breite Kunst-/Design- und Maker-Szene – das Gebot der Stunde in Analogie zum Thema bezahlbarer Wohnraum für alle.

Die räumliche Flexibilität der leeren Kaufhalle für viele Veranstaltungs-Formate steht im starken Kontrast zu hochspezialisierten, unflexiblen, technisch überfrachteten Museumsbauten. Aufgrund des einfachen, nicht hochwertigen Baustandards ist es auch leicht und kostengünstig möglich, für Installationen Bauteile zu verändern oder zu beschädigen und anschließend einfach zu reparieren.

Das HO|Berlin wird als Gegenthese zu kommunalen Museumsbauten gesehen, welche in jahrelangen Prozessen für Millionen gebaut – bestehend aus optimal klimatisierten und gesicherten Räumen – unflexibel und teuer im Unterhalt sind.